A380 belastet Flugzeugfonds

Flugzeugfonds galten lange als Alternative für Anleger. Ähnlich aufgebaut wie Schiffsfonds, brachten Flugzeugfonds jedoch auch nach 2008 Renditen und waren deshalb auch weit danach beliebt.

„Sicheres Anlageprodukt mit hoher Rendite“

Die neu aufgelegten Flugzeugfonds kauften für Hunderte Millionen Dollar Flugzeuge und verleasten sie an Airlines. Dies ist auf den ersten Blick ein sicheres Geschäft, da Flugzeuge gleichzeitig auch einen Wert darstellen und auch im späteren Verkauf noch einen guten Betrag erzielen. Derzeit mehren sich bei einzelnen Fonds jedoch die Verluste. Die größte Gefahr geht von den Fonds aus, die einst in den Riesen-Airbus A380 investierten.

Im Gegensatz zu Schiffsfonds ist der Betrag, der in einem Flugzeugfonds investiert ist, noch deutlich höher. Für einen Fonds mit einem A380 stecken schnell bis zu 400 Mio. US-Dollar. 50% des Geldes kommt von Anlegern. Bei vielen Anlegern waren diese Fonds als besonders sichere Anlagen bekannt, die zudem eine gute Aussicht auf hohe Renditen boten. Das Flugzeug gilt als Sicherheit, weshalb ein „realer“ Gegenwert scheinbar als Sicherheit gegeben ist.

Nur scheinbare Sicherheit

Das Problem für die Anleger ist jedoch, dass das Recht zur Verwertung des Fliegers im Fonds im Falle der Insolvenz zuerst der mitfinanzieren Bank zusteht. Wenn dann etwas übrig bleibt, bekommen die Anleger vielleicht noch etwas. Das war bei den Schiffen auch schon so.

Aber auch der Gebrauchtflugzeugmarkt ist nicht mehr so stark wie früher. Neue Modelle sind für Gesellschaften attraktiver und werden von den Herstellern mit Rabatten in den Markt gedrückt. Der Wert für alte Flugzeuge sinkt somit. Das wirkt sich bei einem Verkauf auch für die Anleger aus, denn die Rückzahlung des Kapitals hängt klar vom Verkauf der Flugzeuge ab. Kommt hier nicht genug Geld rein, ist eine komplette Rückzahlung der Anlagesumme gefährdet.

A380 wird zum Ladenhüter

Für Mittelstreckenmaschinen wie den A320 gibt es noch einen Markt. Aber der A380 ist nahezu im Gebrauchtsegment unverkäuflich. Lediglich Teile wie die Turbinen können noch verkauft oder verleast werden, was aber bei den Fonds lediglich den jährlichen Kapitalbedarf deckt. Die Flugzeuge werden, wenn die Fluggesellschaft den Vertrag nicht verlängern, stillgelegt und bringen keine Einnahmen und damit auch keine Rendite mehr. Der Fonds blutet langsam aus und die Anleger verlieren ihr Geld.

Sollte Ihr Fonds auch einen A380 im Portfolio haben, sollten Sie ihre Chancen prüfen lassen, die Beteiligung wieder loszuwerden. Möglicherweise wurden Sie über die Risiken falsch aufgeklärt. Ich helfe Ihnen gerne dabei. Sprechen Sie mich über das Kontaktformular an, ich prüfe unverbindlich Ihre Unterlagen.